Was ist das betriebliche Eingliederungsmanagement?
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein Verfahren, das Beschäftigte nach längeren Krankheitszeiten bei der Rückkehr in den Berufsalltag unterstützen soll. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten, erneute Erkrankungen zu vermeiden und den Arbeitsplatz zu sichern.
Wann wird ein BEM angeboten?
Ein BEM muss angeboten werden, wenn Beschäftigte innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen arbeitsunfähig waren – unabhängig davon, ob die Fehlzeiten am Stück oder verteilt auf mehrere Krankheitsphasen entstanden sind.
Das Angebot ist freiwillig. Die betroffene Person entscheidet selbst, ob sie am Verfahren teilnehmen möchte.
Wie läuft ein BEM ab?
Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements wird gemeinsam nach Lösungen gesucht, die eine Rückkehr an den Arbeitsplatz erleichtern können. Mögliche Maßnahmen sind:
- Anpassung des Arbeitsplatzes
- Veränderung von Arbeitsabläufen
- Stufenweise Wiedereingliederung
- Reduzierung von Belastungen
- Unterstützung durch interne oder externe Fachstellen
Die Inhalte werden individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt.
Bedeutung für Beamte
Auch im öffentlichen Dienst spielt das Betriebliche Eingliederungsmanagement eine wichtige Rolle. Es kann helfen, die Dienstfähigkeit zu erhalten und gesundheitliche Einschränkungen frühzeitig zu berücksichtigen. In vielen Fällen lässt sich dadurch eine längere Dienstunfähigkeit oder sogar eine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand vermeiden.
Fazit: Frühzeitig Lösungen für den Wiedereinstieg finden
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement bietet die Möglichkeit, nach längerer Krankheit gemeinsam Wege zurück in den Berufsalltag zu entwickeln. Es dient dem Erhalt der Arbeits- und Dienstfähigkeit und kann dazu beitragen, langfristige gesundheitliche und berufliche Folgen zu vermeiden.