Wie viel Geld benötige ich für eine Frühpension mit 60?

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Ist der Traum vom Ruhestand mit 60 Jahren finanziell greifbar oder bleibt er ein Wunschgedanke? Wer eine Frühpension mit 60 anstrebt, muss sich frühzeitig mit der Frage auseinandersetzen, wie hoch das notwendige Polster sein muss. Der vorzeitige Ausstieg bedeutet nicht nur den Verzicht auf aktives Gehalt, sondern bringt oft erhebliche Abschläge bei der gesetzlichen Pension mit sich. Eine präzise Kalkulation der Lebenshaltungskosten und der zu erwartenden Bezüge ist daher unerlässlich. In diesem Beitrag wird detailliert erläutert, welche Summen realistisch sind und welche Faktoren die Planung beeinflussen. Nur eine fundierte Vorbereitung sichert den gewünschten Lebensstandard im Alter.

Das Wichtigste in Kürze für Schnellleser

Rechtliche Voraussetzungen für eine Frühpension mit 60

Der Weg in den vorzeitigen Ruhestand mit 60 Jahren ist rechtlich an enge Voraussetzungen geknüpft und unterscheidet sich je nach Beschäftigungsverhältnis massiv. Während die allgemeine Regelaltersgrenze sukzessive auf 67 Jahre steigt, gibt es für Beamte und bestimmte Arbeitnehmergruppen spezifische Ausnahmeregelungen. Eine Pensionierung in diesem Alter ist oft nur bei Vorliegen gesundheitlicher Einschränkungen oder in besonders belastenden Berufen ohne immense bürokratische Hürden möglich. Ohne eine solche Grundlage bleibt meist nur die private Finanzierung einer Freistellung bis zum offiziellen Rentenbeginn mit 63 oder später. Die Kenntnis der eigenen rechtlichen Möglichkeiten bildet somit das Fundament jeder seriösen finanziellen Planung für den Ruhestand.

Dienstunfähigkeit und Schwerbehinderung als Grundlage

Eine dauerhafte Dienstunfähigkeit kann zur vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand führen, sofern ein amtsärztliches Gutachten die Arbeitsunfähigkeit zweifelsfrei bestätigt. In diesem Fall müssen Betroffene oft Abschläge von bis zu 10,8 Prozent auf ihre errechnete Pension hinnehmen, wobei eine Mindestdienstzeit von fünf Jahren erfüllt sein muss. Auch eine anerkannte Schwerbehinderung mit einem Grad von mindestens 50 ermöglicht einen früheren Ausstieg, häufig bereits ab dem 60. Lebensjahr. Hier fallen oft Abschläge von etwa 3,6 Prozent pro Jahr an, wenn die reguläre Altersgrenze noch nicht erreicht ist. In der Regel wird für diese Option eine Mindestdienstzeit von etwa 35 Jahren vorausgesetzt, um die entsprechenden Ansprüche geltend zu machen. Diese gesundheitlich bedingten Wege sind die häufigsten Gründe für ein Ausscheiden vor der regulären Zeit.

Sonderregelungen für bestimmte Berufsgruppen

Bestimmte Laufbahnen wie die bei der Polizei, der Feuerwehr oder im Justizvollzug unterliegen aufgrund der hohen Belastungen niedrigeren Altersgrenzen. Die Regelaltersgrenze liegt in diesen Bereichen oft zwischen 60 und 62 Jahren, was einen Ausstieg ohne die sonst üblichen massiven Abschläge ermöglicht. Beamte in diesen Sparten können daher häufig bereits mit 60 in den Ruhestand treten, sofern die laufbahnspezifischen Voraussetzungen erfüllt sind. Dennoch müssen auch hier die individuellen Dienstjahre und landesspezifischen Regelungen genau geprüft werden, da es signifikante Unterschiede geben kann. Für den Großteil der restlichen Beamtenschaft gilt hingegen die allgemeine Grenze, was den frühen Ausstieg deutlich erschwert. Diese Privilegien sind funktional begründet, um die Einsatzfähigkeit des öffentlichen Dienstes in kritischen Bereichen zu gewährleisten.

Frühpension mit 60 – was bedeutet das finanziell?

Ein vorzeitiger Ruhestand mit 60 Jahren stellt eine enorme finanzielle Herausforderung dar, da die Erwerbsphase verkürzt und die Entnahmephase verlängert wird. Es fehlen mehrere Jahre an Pensionsbeiträgen, während gleichzeitig private Ersparnisse zur Lebensführung herangezogen werden müssen. Die finanziellen Auswirkungen sind dauerhafter Natur und wirken sich bis zum Lebensende auf die monatliche Liquidität aus. Ohne eine zusätzliche private Absicherung entsteht oft eine Deckungslücke, die den gewohnten Lebensstil gefährden kann. Eine sorgfältige Analyse der Einnahmen und Ausgaben ist daher die Basis für jede Planung.

Vorzeitiger Eintritt in den Ruhestand

Der Wunsch, bereits mit 60 Jahren aus dem Arbeitsleben auszuscheiden, erfordert eine autarke Finanzierung der Jahre bis zum gesetzlichen Pensionsalter. Da die staatlichen Pensionsleistungen in der Regel erst deutlich später in voller Höhe fließen, muss der Lebensunterhalt komplett aus eigenen Mitteln bestritten werden. Dies betrifft nicht nur die täglichen Kosten, sondern auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die weiterhin anfallen. In dieser Phase findet kein weiterer Vermögensaufbau statt, stattdessen wird vorhandenes Kapital schrittweise verzehrt. Eine solide Kalkulation muss daher auch unvorhergesehene Ausgaben und Puffer für Notfälle beinhalten. Die Dauer dieser Überbrückungsphase beträgt meist sieben Jahre, in denen keine nennenswerten staatlichen Transferleistungen zu erwarten sind.

Abschläge auf die Pension

Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Pension geht, muss mit lebenslangen Kürzungen der monatlichen Bezüge rechnen. Pro Monat, den die Pension früher in Anspruch genommen wird, erfolgt ein Abschlag von 0,3 Prozent, was sich bei einem Eintritt mit 63 Jahren bereits auf 14,4 Prozent belaufen kann. Für einen Rentenbeginn mit 60 ist der offizielle Zugang oft gar nicht direkt möglich, was die Notwendigkeit privater Finanzierung bis zum 63. Lebensjahr unterstreicht. Diese prozentualen Minderungen sind permanent und werden nicht mit Erreichen des regulären Rentenalters aufgehoben. Daher verringert sich die Gesamtsumme der über die Lebenszeit ausgezahlten Pension erheblich. Diese Einbußen müssen durch privates Vermögen oder Zusatzversicherungen kompensiert werden, um Armut im hohen Alter zu vermeiden.

Niedrigerer Ruhegehaltssatz

Zusätzlich zu den direkten Abschlägen führt die kürzere Beschäftigungsdauer zu einem geringeren Ruhegehaltssatz durch weniger gesammelte Entgeltpunkte. Da in den letzten Berufsjahren oft das höchste Einkommen erzielt wird, fehlen gerade diese wertvollen Beiträge im Pensionskonto. Jedes Jahr der Erwerbslosigkeit vor der Pension bedeutet den Verlust von Steigerungsraten, die für eine auskömmliche Pension wichtig wären. Der finale Pensionsanspruch fällt somit doppelt niedriger aus: einmal durch die fehlenden Beitragsjahre und einmal durch die systematischen Abschläge. In der Beamtenversorgung gilt Ähnliches, da die Dienstjahre die Basis für den Prozentsatz des Ruhegehalts bilden. Die Lücke zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der ersten Pensionszahlung wird dadurch oft unterschätzt.

Welche Faktoren bestimmen den Geldbedarf?

Der individuelle Finanzbedarf für die Zeit nach dem 60. Lebensjahr hängt von einer Vielzahl persönlicher und wirtschaftlicher Variablen ab. Neben den rein fixen Kosten spielen vor allem die Lebensgestaltung und die Inflationserwartung eine entscheidende Rolle. Auch die voraussichtliche Bezugsdauer der Pension, also die eigene Lebenserwartung, muss in die Kalkulation einfließen. Wer heute spart, muss zudem die steuerliche Behandlung von späteren Auszahlungen berücksichtigen. Letztlich bestimmt die Summe aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge, wie groß der Spielraum für Reisen oder Hobbys ist. Eine regelmäßige Überprüfung dieser Faktoren ist für eine realistische Einschätzung notwendig.

Gewünschter Lebensstandard

Der Lebensstandard im Alter orientiert sich meist an den Gewohnheiten der letzten Berufsjahre, kann aber durch wegfallende Pendlerkosten leicht sinken. Dennoch steigen oft die Ausgaben für Freizeitaktivitäten, Reisen oder kulturelle Teilhabe, da mehr Zeit zur Verfügung steht. Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass man im Ruhestand signifikant weniger Geld benötigt als während der Erwerbsphase. Experten raten dazu, mit etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens zu kalkulieren, um keine Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Wer im Alter Wohneigentum besitzt, spart zwar Miete, muss jedoch Rücklagen für Instandhaltungen und Sanierungen bilden. Die persönliche Definition von Lebensqualität ist somit der wichtigste Ausgangspunkt für die gesamte Finanzplanung.

Höhe der gesetzlichen Pension

Die voraussichtliche Höhe der gesetzlichen Pension lässt sich der jährlichen Renteninformation entnehmen, wobei hier Bruttowerte angegeben sind. Von diesen Beträgen müssen Krankenversicherungsbeiträge und gegebenenfalls Steuern abgezogen werden, um den verfügbaren Nettobetrag zu ermitteln. Da das Rentenniveau politisch unter Druck steht, ist mit eher sinkenden Leistungen in der Zukunft zu rechnen. Die Differenz zwischen der staatlichen Absicherung und dem benötigten Kapital wird als Rentenlücke bezeichnet. Je früher der Ausstieg geplant ist, desto geringer fallen die staatlichen Leistungen aus, was den privaten Handlungsdruck erhöht. Es ist ratsam, konservative Schätzungen vorzunehmen, um am Ende nicht mit zu wenig Mitteln dazustehen.

Lebenserwartung

Die Planung für die Frühpension muss eine immer weiter steigende Lebenserwartung berücksichtigen, um eine lebenslange Liquidität zu garantieren. Ein Ruhestand, der mit 60 Jahren beginnt, kann problemlos 30 Jahre oder länger andauern. Das angesparte Kapital muss also über einen Zeitraum verteilt werden, dessen Ende nicht genau absehbar ist. Das Risiko des “Langlebigkeitsrisikos” besteht darin, dass die privaten Reserven aufgebraucht sind, während man noch lebt. Daher sollte der Entnahmeplan so gestaltet sein, dass das Vermögen im Idealfall nur in Teilen verzehrt wird oder durch Zinserträge stabil bleibt. Eine Kalkulation bis zum 95. oder 100. Lebensjahr bietet hier die nötige Sicherheit für die spätere Lebensphase.

Inflation und steigende Lebenshaltungskosten

Die Inflation ist ein oft unterschätzter Faktor, der die Kaufkraft der Pension und der Ersparnisse über Jahrzehnte massiv aushöhlen kann. Selbst bei einer moderaten Inflationsrate von zwei Prozent verliert Geld in 20 Jahren fast ein Drittel seines Wertes. Das bedeutet, dass die heutigen Ausgaben in der Zukunft nominal deutlich höher ausfallen werden, um denselben Lebensstandard zu halten. Festverzinsliche Anlagen ohne Inflationsschutz reichen oft nicht aus, um diesen Wertverlust auszugleichen. Besonders Kosten für Energie, Lebensmittel und Gesundheitsleistungen steigen häufig überdurchschnittlich an. Eine dynamische Planung muss daher jährliche Kostensteigerungen zwingend als festen Bestandteil in die Berechnungen integrieren.

Kapitalerträge aus Ersparnissen

Erträge aus Wertpapieren, Immobilien oder anderen Kapitalanlagen können eine wichtige Säule zur Finanzierung der Frühpension darstellen. Während der Ansparphase steht der Zinseszinseffekt im Vordergrund, in der Auszahlungsphase geht es um regelmäßige Dividenden oder Mieteinnahmen. Wer sein Kapital renditestark anlegt, kann die Substanz des Vermögens schonen und nur von den Gewinnen leben. Dies erfordert jedoch eine gewisse Risikobereitschaft und ein breit gestreutes Portfolio, um Marktschwankungen abzufedern. In Zeiten niedriger Zinsen sind klassische Sparbücher kaum geeignet, um einen nennenswerten Beitrag zur Pension zu leisten. Die steuerliche Belastung der Erträge durch die Abgeltungsteuer muss bei der Kalkulation der Nettomittel ebenfalls beachtet werden.

Wie viel Geld benötigt man für eine Frühpension mit 60?

Die konkrete Summe für eine Frühpension variiert stark, doch lassen sich durch Durchschnittswerte erste Richtgrößen festlegen. Wer sieben Jahre bis zur regulären Pension überbrücken will, benötigt ein beachtliches Startkapital für den täglichen Bedarf und die soziale Absicherung. Hinzu kommt der Ausgleich für die lebenslang geringeren Rentenzahlungen, die nach dem 67. Lebensjahr folgen. Viele Finanzplaner arbeiten mit Zielgrößen, die sich an der aktuellen Einkommenssituation orientieren. Ohne ein sechs- bis siebenstelliges Vermögen ist der komplette Ausstieg mit 60 für die meisten Arbeitnehmer kaum realisierbar. Eine genaue Inventur aller vorhandenen Vermögenswerte ist daher der erste Schritt.

Faustregel – das Sechsfache des Jahresgehalts

Eine gängige Orientierungshilfe besagt, dass man etwa das Sechsfache des aktuellen Bruttojahresgehalts als Kapitalstock angespart haben sollte. Dieser Puffer ermöglicht es, die Zeit bis zur gesetzlichen Pension zu überbrücken und gleichzeitig Abschläge abzufedern. Je nach individuellem Lebensstil und sonstigen Einnahmen kann dieser Faktor natürlich nach oben oder unten abweichen. Wichtig ist, dass dieses Kapital liquide oder zeitnah verfügbar ist, um monatliche Auszahlungen zu gewährleisten. Die folgende Tabelle verdeutlicht das empfohlene Sparziel basierend auf verschiedenen Gehaltsklassen:

Aktuelles BruttojahresgehaltEmpfohlenes Sparziel (6-fach)Monatlicher Spielraum (beispielhaft)
40.000 €240.000 €ca. 1.200€
60.000 €360.000 €ca. 1.800 €
80.000 €480.000 €ca. 2.400 €
100.000 €600.000 €ca. 3.000 €

Die Rentenlücke zwischen 60 und 67 schließen

Wer mit 60 in den Ruhestand geht, muss die Zeit bis zum regulären Renteneintritt komplett selbst finanzieren. Typische Berechnungen zeigen, dass hierfür häufig ein Kapital zwischen 250.000 € und 500.000 € benötigt wird. Mit dieser Summe lassen sich monatliche Zusatzeinnahmen von 1.000 € oder mehr über viele Jahre hinweg verlässlich finanzieren. Neben den Lebenshaltungskosten müssen aus diesem Topf auch die Beiträge für die Krankenkasse gezahlt werden, die im Frühruhestand oft höher ausfallen als erwartet. Ohne diese gezielte Überbrückungsfinanzierung droht ein rapider Abbau des Lebensstandards bereits in den ersten Jahren. Eine Kombination aus Entnahmeplänen und Sofortrenten kann hier für die nötige Stabilität sorgen.

Beispielrechnung für eine Frühpension mit 60

Zur Verdeutlichung dient ein Beispiel mit einem Jahresgehalt von 60.000 €: Hier liegt das empfohlene Sparziel bei etwa 360.000 €. Dieses Kapital kann genutzt werden, um die primären Einkommenslücken in den sieben Jahren bis zur Regelpension vollständig zu schließen. Gleichzeitig erlaubt es diese Summe, die Rentenabschläge auszugleichen, die durch den früheren Bezug entstehen würden. Darüber hinaus ermöglicht ein solches Polster zusätzliche monatliche Auszahlungen für einen gehobenen Lebensstil oder Reisen. In der Kalkulation ist berücksichtigt, dass das Kapital während der Auszahlungsphase idealerweise weiter moderat verzinst wird. So wird aus einer theoretischen Zahl eine greifbare Strategie für den Ruhestand.

Wie realistisch sind diese Sparziele?

In der Praxis zeigt sich oft eine große Lücke zwischen der finanziellen Theorie und der tatsächlichen Realität der meisten Bürger. Das durchschnittliche Vermögen der 60- bis 64-Jährigen in Deutschland liegt laut Statistiken bei etwa 120.500 €. Vergleicht man dies mit den berechneten Sparzielen von 250.000 € oder mehr, wird die Problematik schnell deutlich. Viele Menschen erreichen das notwendige Ziel für einen frühen Ausstieg allein durch klassisches Sparen nicht. Dies unterstreicht, dass eine gezielte und vor allem renditestarke private Altersvorsorge schon in jungen Jahren entscheidend ist. Wer erst mit 50 beginnt, wird es schwer haben, diese Summen noch rechtzeitig zu akkumulieren.

Was Sie in den letzten Jahren vor der Frühpension tun sollten

Die letzten fünf bis zehn Jahre vor dem geplanten Ausstieg sind die wichtigste Phase für den finalen Vermögensaufbau. In dieser Zeit ist das Gehalt meist am höchsten und die Kinder stehen oft schon auf eigenen Beinen, was finanzielle Spielräume schafft. Jetzt gilt es, die Ausgaben strikt zu kontrollieren und jeden verfügbaren Euro in die Vorsorge zu stecken. Gleichzeitig sollte das Portfolio auf Sicherheit getrimmt werden, ohne die Renditechancen komplett aufzugeben. Fehler in dieser Phase lassen sich aufgrund der kurzen verbleibenden Zeit kaum noch korrigieren. Eine strategische Umschichtung und Optimierung der bestehenden Verträge ist nun von höchster Priorität.

Sparrate deutlich erhöhen

Um die Rentenlücke noch rechtzeitig zu schließen, sollte die monatliche Sparrate in den letzten Berufsjahren massiv angehoben werden. Oft lassen sich durch den Wegfall von Krediten oder Versicherungen, die nicht mehr nötig sind, hunderte Euro zusätzlich investieren. Diese “Endspurt-Sparphase” kann den entscheidenden Unterschied machen, ob der Ruhestand mit 60 oder erst mit 63 beginnt. Automatisierte Sparpläne helfen dabei, die Disziplin aufrechtzuerhalten und das Kapital stetig wachsen zu lassen. Jede Erhöhung der Sparquote wirkt sich durch den Zinseszinseffekt direkt auf das Endvermögen aus. Es ist lohnenswert, in dieser Zeit auf Luxusausgaben zu verzichten, um das größere Ziel der finanziellen Freiheit zu erreichen.

Kapital renditestark anlegen

In den letzten Jahren vor der Pension sollte das Kapital nicht nur auf dem unverzinsten Girokonto liegen, sondern weiterhin arbeiten. Eine Mischung aus weltweit gestreuten ETFs und sicherheitsorientierten Anlagen wie Anleihen bietet ein ausgewogenes Verhältnis. Während ein Teil des Vermögens für die ersten Jahre des Ruhestands gesichert wird, kann der Rest weiterhin von Marktwachstum profitieren. Reine Sparbücher oder Lebensversicherungen mit geringer Verzinsung reichen oft nicht aus, um die Inflation zu schlagen. Eine professionelle Asset-Allokation hilft dabei, die Risiken zu minimieren und dennoch attraktive Renditen zu erzielen. So bleibt die Kaufkraft des mühsam Ersparten auch im Alter erhalten.

Weitere Einkommensquellen nutzen

Neben dem angesparten Kapital können zusätzliche Einnahmequellen die Finanzierung der Frühpension deutlich erleichtern. Dies können Mieteinnahmen aus Immobilien, Tantiemen oder auch ein kleiner Nebenjob auf Minijob-Basis sein. Viele angehende Frührentner nutzen ihr Fachwissen als Berater oder Coach, um die Kasse aufzubessern, ohne voll im Arbeitsstress zu stehen. Solche aktiven oder passiven Geldflüsse verringern die Geschwindigkeit, mit der das Grundkapital verzehrt wird. Auch der Verkauf von nicht mehr benötigten Sachwerten oder eine Verkleinerung der Wohnfläche (Downsizing) können erhebliches Kapital freisetzen. Je breiter die Einkommensbasis aufgestellt ist, desto sicherer und entspannter lässt sich der frühe Ruhestand genießen.

Individuelle Pensionsberechnung durchführen

Da jeder Lebenslauf und jede Finanzsituation einzigartig ist, ist eine standardisierte Berechnung nur der erste Schritt. Eine detaillierte Analyse der Pensionsanwartschaften, privater Verträge und steuerlicher Aspekte ist für eine verlässliche Planung unumgänglich. Professionelle Tools oder Berater können dabei helfen, Szenarien für verschiedene Ausstiegsdaten durchzuspielen. Nur wer seine Zahlen schwarz auf weiß kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und böse Überraschungen vermeiden. Eine solche Berechnung sollte alle zwei Jahre aktualisiert werden, um auf Änderungen im Steuerrecht oder der Rentenpolitik zu reagieren. Die Gewissheit einer stabilen Finanzierung ist die beste Voraussetzung für einen sorgenfreien dritten Lebensabschnitt.

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Fazit – Frühpension mit 60 erfordert eine langfristige Planung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Frühpension mit 60 Jahren zwar ein erstrebenswertes Ziel ist, jedoch eine enorme finanzielle Disziplin voraussetzt. Die notwendigen Kapitalsummen zur Überbrückung der Rentenlücke liegen oft weit über dem Durchschnittsvermögen, was eine frühzeitige private Zusatzvorsorge unerlässlich macht. Nur wer Inflation, Abschläge und Lebensstandard realistisch kalkuliert, kann den vorzeitigen Ruhestand ohne finanzielle Sorgen genießen. Eine rechtzeitige Weichenstellung in den letzten Berufsjahren ist hierfür der entscheidende Schlüssel zum Erfolg.

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FAQ

Um eine Frühpension mit 60 Jahren solide zu finanzieren, benötigen die meisten Menschen ein zusätzliches Kapital zwischen 250.000 und 500.000 Euro. Diese Summe ist notwendig, um die sieben Jahre bis zum regulären Renteneintritt zu überbrücken und lebenslange Abschläge auszugleichen. Eine Faustformel empfiehlt hierbei das Sechsfache des aktuellen Bruttojahresgehalts als Zielgröße für die Ersparnisse.

Ein direkter Bezug der gesetzlichen Pension mit 60 Jahren ist für die meisten Versicherten in Deutschland rechtlich gar nicht möglich. Bei einem frühestmöglichen Eintritt mit 63 Jahren betragen die Abschläge dauerhaft 0,3 Prozent für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme. Wer also drei Jahre früher geht, muss mit einer lebenslangen Kürzung seiner BruttoPension um insgesamt 10,8 Prozent rechnen.

Die gesetzliche Rentenversicherung deckt im Durchschnitt nur etwa 48 Prozent des letzten Nettoeinkommens ab, was bereits bei regulärem Eintritt eine Versorgungslücke bedeutet. Bei einer Frühpension vergrößert sich diese Lücke massiv durch fehlende Beitragsjahre und zusätzliche Abschläge. Ohne eine renditestarke private Vorsorge lässt sich der gewohnte Lebensstandard im vorzeitigen Ruhestand daher kaum aufrechterhalten oder verlässlich finanzieren.

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Ich betreue seit den 1990er Jahren Beamte und andere Berufsgruppen, die in den Ruhestand treten wollen. Psychische Erkrankungen wie Depressionen sind häufig der Grund, weswegen sich Beamte nicht mehr fähig fühlen, Ihren Beruf auszuüben. Meiner Erfahrung nach sind es aber genau diese Personen, die nicht ernst genug genommen werden, wenn es darum geht, in die Frühpension überzugehen. Dasselbe gilt für Burnout-Betroffene. Den Antrag auf Dienstunfähigkeit bestätigt zu bekommen, kann ein wahrer Spießrutenlauf werden, durch den ich Sie aber gerne begleite. Ich bin der Meinung, dass Menschen, die das Arbeitsleben krank gemacht hat, geholfen werden kann und sollte.

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